ERHARD WERNDL v.L. * 1932 in Eger (Cheb) Böhmen. 1946 Enteignung und Aussiedlung. Malerlehre in Bitterfeld. 1951-1955 Studium an der HGB Leipzig, Fachklasse Freie Grafik bei Frau Prof. Elisabeth Voigt, eine Meisterschülerin von Käthe Kollwitz, auch bei Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke u.a. 1955 Verbindung zu Prof. Dr. Ernst Bloch (Prinzip Hoffnung). 1955-1957 Studium an der Uni Leipzig, philosophische Fakultät, Abt. Kunsterziehung mit Abschluss Staatsexamen. Nach Schulpraktikum 1960-1962 Studium an der Uni Berlin, philosophische Fakultät, Abt. Sonderschulpädagogik, Staatsexamen-Abschluss. Danach 35 Jahre lang Gehörlosen- und Fachlehre für Kunsterziehung an der Gehörlosenschule und Volkshochschule in Leipzig. Werndl schuf mit seinen gehörlosen Schülern auch große Wandbilder (ca. 30 qm). Ab 1992 freischaffender Maler und Grafiker. Auszeichnungen: u.a. Medaille für künstlerisches Volksschaffen, Pestalozzi-Medaillen in Bronze, Silber und Gold. Mitglied: seit 1990 im AEK (Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender e.V.), seit 2004 in der S.E.C. (Société Européenne de Culture - Gesellschaft für europäische Kultur) mit Sitz in Venedig/Italien, seit 2007 in der DGEK (Deutsche Gesellschaft für Europäische Kultur).

Ausstellungen: Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland seit 1954: u.a. 1993 in Augsburg; 1996 in Würzburg; 1997 in München; 2000 in Zürich, Marienbad/Tschechien, Marktredwitz; 2001 in Leipzig, Zwickau, Eger (Cheb)/Tschechien; 2002 in Leipzig, Karlsbad/Tschechien; 2003 Annaberg-Buchholz, Franzensbad/Tschechien, Wiesbaden; 2004 Leipzig, Franzensbad/Tschechien, Marktredwitz; 2005 in Venedig, Falkenau (Sokolov), Wien; 2006 in Wien, Cheb/Tschechien, Marktredwitz; 2007 in Leipzig; in Sammlungen u.a. in Belgien und Los Angeles/USA.

Literatur: Kürschners Handbuch der Bildenden Künstler, 2007, Bd. 2, S. 1149 ff; Autor zahlreicher genealogischer Publikationen und praktischer Anleitung von Künstlertechniken wie z.B. „Linolschnitttechnik“ und „Holzschnitt- und Holzstich-Technik“ 1986 im Seemann-Verlag, Leipzig; Meisterwerke Künstler unserer Zeit, Künstlerjahrbuch 2008.

Setzt sich für Frieden und soziale Gerechtigkeit, vor allem für arme und talentierte Kinder ein, mit dem Gedanken: „Jeder ist einmalig mit speziellen Anlagen, die es zu fördern gilt und doch ist jeder auch ein Teilchen der gesamten Menschheit zwischen Vergangenheit und Zukunft. Genetisch betrachtet sind wir alle über viele Generationen von Vorfahren miteinander verwandt und deshalb auch mit unseren Kunstwerken für einander verpflichtet.“ Werndl’s Kunstwerke zeigen dies in Form und Inhalt z.B. in den Themen „In den Kindern geht das Leben weiter“, Öl/Hartfaserplatte, in seinen Aquarellen und Pastellen aber hauptsächlich in seinen Linolschnitten u.a. „Familienzusammenhalt über Generationen“.

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